Dorfromantik im Test - Meditatives Puzzlespiel
Spiel

Dorfromantik im Test - Meditatives Puzzlespiel

Als ich vor einiger Zeit zum ersten Mal von dem Spiel "Dorfromantik" erfuhr, war ich schnell fasziniert von dem schön anzusehenden Aufbauspiel der etwas anderen Art. Die jungen Entwickler von Toukana Interactive, hinter denen ein Team von vier Game-Design Studenten aus Berlin steht, gaben mir eine Kopie im Voraus und so konnte ich ihr Erstlingswerk bereits vor dem heutigen Release testen. Vielen Dank dafür!

Dorfromantik nach dem Ausspielen der ersten Karten

Spielmechanik

Dorfromantik erinnert mich ein wenig an das Brettspiel "Die Siedler von Catan", was an den Hexagon-Karten und ähnlichen Motiven liegt. Es ist allerdings ein reines Einzelspielerspiel mit einem Mix aus Puzzle und Aufbauspiel und beinhaltet keinen Handel. Stattdessen startet man mit einem zufälligen Set aus Karten, von denen man immer die oberste zieht und nahezu beliebig aneinander legen kann, um so seine Landschaft aufzubauen. Die Karten beinhalten verschiedene Landschaftsarten (Wald, Wiese, Getreide, Wasser, Schienen, Häuser), die es gilt möglichst geschickt zu kombinieren. Durch die Erfüllung von Aufträgen, die auf manchen Karten stehen, bekommt man weitere Karten dazu. Hier gilt es immer entweder genau eine bestimmte Anzahl einer Landschaftsart aneinander liegend zu kombinieren, oder mindestens diese Anzahl zu erreichen. Hat man alle Karten aufgebraucht ist das Spiel vorbei. Punkte gibt es für erfolgreiches Anlegen.

Grafik

Die Optik ist schlicht, aber doch mit schönen Details versehen, wie einem fliegenden Vogelschwarm oder Rauch aus den Häusern. Die Grafiken sehen dabei aus wie kleine Aquarellbilder und harmonisieren sehr gut miteinander. Trotz der vielen Farben wirkt das Spiel nie zu bunt. Im Laufe der Zeit kann man durch Erfüllen von Aufträgen noch besondere Karten wie einen Wasserbahnhof oder eine Windmühle bekommen, die dann für noch mehr Abwechslung und Leben in der Landschaft sorgen. Zusätzlich können später auch noch fahrbare Gegenstände wie ein Zug oder ein Schiff erspielt werden.

Das Boot freigeschaltet

Sound

Untermalt wird das Ganze durch einfach, aber melodische Klänge, die gut zu der entspannten Atmosphäre passen. Es herrscht kein Zeitdruck und man kann sich immer leicht auf die nächste Karte konzentrieren.

Steuerung

Die Steuerung geht leicht von der Hand und benötigt ausschließlich die Maus oder die Tastatur. Hiermit kann man Zoomen, Karten drehen oder sich selber in der Landschaft bewegen.

Fazit

Insgesamt gefällt mir das Spiel sehr zum Entspannen und entwickelt durch das Wachstum der Landschaft, das Freischalten neuer Erfolge und Karten sowie der Jagd nach dem Highscore ein angenehmes Flowerlebnis, indem man sich schnell verlieren kann. Mit 8,99 € im Early Access (soll bis zum Winter finalisiert werden) hat Dorfromantik für mich ein faires Preis-/Leistungsverhältnis und bietet entspannte Unterhaltung.

Wünschen würde ich mir noch folgende Dinge:

  • Mehr animierte Karten (z. B. Tiere im Wald, Felder bewegen sich im Wind etc.)
  • Wettereffekte (Regen, Schnee)
  • Dörfer bekommen größere Gebäude, wenn die Anzahl der zusammenhängenden Häuser steigt
  • Unterstützung der Steuerung auf Touchscreens
  • Unterstützung von macOS

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