Asus Google Nexus Player im Test

Asus Google Nexus Player im Test

Seit einigen Wochen besitze ich den Nexus Player von Google, eine von vielen Multimediaboxen am Markt.
Obwohl es zahlreiche Alternativen gibt bietet der Nexus Player aus meiner Sicht ein paar Besonderheiten, die für mich ausschlaggebend beim Kauf waren:

Da ich sehr wenig klassisches Fernsehen gucke besitze ich keine herkömmliche Empfangsmöglichkeit dafür. Somit hat der Nexus Player bei mir folgende Aufgaben:

  • klassisches Fernsehen ersetzen
  • Zugriff auf Mediatheken
  • Abspielen von Filmen (sowohl lokal als auch von Internetanbietern)
  • YouTube und andere Streamingdienste wiedergeben

In den folgenden Abschnitten gehe ich deswegen auf diese vier Punkte ein.

Klassisches Fernsehen ersetzen

Hierfür setze ich auf Magine per Casting. Ich kann also auf dem Smartphone oder Tablet die Magine App starten, einen Sender auswählen und dann auf dem Nexus Player abspielen lassen. Das klappt recht gut und durch HD-Sender auch in ziemlich guter Qualität. Als "Backup" setze ich noch Kodi mit einem Livestreaming Addon ein.
Kodi kann man bequem (als Beta) über den Play Store installieren wenn man bei Google+ der entsprechenden Community beitritt und sich dann als Tester anmeldet.

Zugriff auf Mediatheken

Um Mediatheken zu durchforsten gibt es entweder verschiedene Apps direkt für Android TV von ARD, arte und ZDF.
Komfortabler geht es mit einem Addon für Kodi. Dort werden viele Mediatheken zusammengefasst.

Abspielen von Filmen (sowohl lokal als auch von Internetanbietern)

Für das lokale Abspielen von Filmen gibt es die Möglichkeit diese auf die internen 8GB-Speicher des Gerätes zu speichern, das ist aber sehr wenig Platz dafür. Besser ist es den Player zu rooten (Achtung: einmaliges Zurücksetzen auf den Werkzustand!) und dann mit einem USB OTG Adapter einen USB-Stick oder eine Festplatte anzuschließen. Dafür muss man StickMount installieren. Für Internetanbieter wie Netflix, Watchever oder Maxdome gibt es Anwendungen im Play Store oder die Möglichkeit die Casting-Funktion zu nutzen. Als Amazon Instant Video Nutzer muss man allerdings wieder auf Kodi setzen, denn auch dafür gibt es ein Addon.

YouTube und andere Streamingdienste wiedergeben

Die simpelste Aufgabe unterstützt der Nexus Player von Werk aus, denn natürlich hat Google die YouTube-Anwendung bereits installiert. Zur Videosuche ist die Spracherkennung der Fernbedienung des Players besonders praktisch. Alternativ kann man auch wieder auf Casting setzen. Für das Streamen ganzer Webseiten inkl. eingebetteter Videos bietet der Chrome Browser eine passende Erweiterung direkt von Google. Das funktioniert erstaunlich gut.

Fazit

Insgesamt bin ich mit dem Gerät sehr zufrieden, auch wenn man an einigen Stellen besonders vor ein paar Wochen noch gemerkt hat, dass das Gerät bis dahin nicht auf dem deutschen Markt vertreten war (ich habe es aus den USA importiert). Mittlerweile stellt es mir aber alle benötigten Funktionen sehr komfortabel zur Verfügung und ist dank Android und root auch ganz gut an persönliche Bedürfnisse anpassbar, allerdings weniger als bei Smartphones/Tablets.

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