Mosaiksteinchen des Lebens - Kurzgeschichte

Mosaiksteinchen des Lebens - Kurzgeschichte

Die Sonne scheint schräg vom Himmel, doch die Kälte zeigt sich davon weitgehend unbeeindruckt. Alles andere wäre in der Adventszeit aber auch eher ungewöhnlich in diesen Breitengraden.
Vom Wochenmarkt schallen Händlerrufe und tönen Straßenmusiker herüber.
Ganz am Rande des Bildes, etwas abseits des ganzen Trubels, treffen zwei Menschen aufeinander, die sich zum erst Mal verabredet haben.
Mit Spannung und etwas Unsicherheit verlaufen die ersten Dialoge. Nach einem gemeinsamen Gang über den Markt lassen sie sich in einem Café in der Nähe nieder und intensivieren ihr Gespräch.
Meinungen werden diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht. Dabei stellen sie so einige Gemeinsamkeiten wie auch ein paar Gegensätze fest.
Als sie sich schließlich verabschieden schwebt wieder ein Hauch Ungewissheit in der Luft.
Wie es weiter gehen wird bleibt unklar.
Aus den Augen eines Betrachters nichts Besonderes, für die Hauptdarsteller der Szene ein weiteres einzigartiges Mosaiksteinchen ihres Lebens.
Ein Mosaik so bunt, vielfältig und besonders, dass keines dem anderen gleicht.

Frederik Niedernolte, 2015

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